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Karrieretipp Animateur

Über das oftmals unterschätze Berufsbild des Animateurs und wie sich diese Berufsstation positiv im Lebenslauf verwerten lässt

12. Mai 2016

von Karrierecoach Till Leon Kraemer

Lieber Leser,

Der Job des Animateurs ist mit vielen Klischees behaftet und so liegt der Gedanke sehr nahe, ob eine solche Berufsstation im Lebenslauf nicht eher ein Karrierekiller als eine nennenswerte berufliche Erfahrung darstellt. Hier kommt es ganz auf Deine Betrachtungsweise an und wie Du diese Situation im Lebenslauf darstellst.

Der Tagesablauf des Animateurs (oder auch Gästebetreuer) genannt ist in der Regel sehr anspruchsvoll und erfordert meist vollen persönlichen Einsatz und Professionalität. Die Arbeitstage sind häufig 12-14 Stunden lang und oftmals teilt man sich während der Saison ein Zimmer mit mehreren Personen. Dies kann einen schon mal an persönliche Grenzen bringen. Denn obwohl man dort arbeitet wo andere Urlaub machen heißt es eben nicht dass man frei hat und sich auf die Liege legen kann, sondern im Gegenteil. Man ist dafür zuständig, den Gästen ein einmaliges Erlebnis zu verschaffen. Und dies erfordert Disziplin, ein hohes Dienstleistungs- und Servicedenken sowie ein hohes Mass an Teamfähigkeit. Dies sind u.a. die Skills, die dann Du positiv in Gesprächen bei Arbeitgebern und in der Darstellung in Deinen Unterlagen anbringen solltest.

Viele Menschen vergessen diesen Transfer positiv für sich in der Eigendarstellung zu nutzen.

Es gibt natürliche große Unterschiede im Anforderungsprofil der jeweiligen Firmen. Bei Robinson wird z.B. Sports & Entertainment wert auf einen sportlichen Ausbildungshintergrund gelegt. Oftmals gibt es aber auch Stellen als Kindergästebetreuer wo man eher Grundwissen und Erfahrung im Bereich der Pädagogik mitbringen sollte. Die Arbeit des Gästebetreuers ist aber keinesfalls auf das Twen Alter beschränkt. Es gibt z.B. Spezialreiseveranstalter mit der Zielgruppe 50 plus, die auch gerne sportlich-dynamische Persönlichkeiten jenseits der 40 einstellen.

Bei den größeren Veranstaltern verdient man um die 1000 € monatlich, kein hoher Verdienst aber da Kost & Logis meistens frei sind hat man sonst kaum Kosten für die Lebenshaltung. Einige Anbieter lassen die Arbeit auch als Praktikum laufen. Hier sollte man aber darauf achten, dass man fair bezahlt wird und dass sie es sich später für Ihre Unterlagen als wertige Erfahrung darstellen können.

 

Wenn Du also Lust auf einen Auslandsaufenthalt hast, Dich aber nicht traust dies als Animateur zu machen, dann sei Dir bewusst, dass Du eine tolle Chance verpasst. Denn je nachdem wie Du es verkaufst, kann eine limitierte Erfahrung von 6-9 Monaten sogar Gold wert sein. Beispielsweise bei der Darstellung wo und wie man Teamfähigkeit, Serviceorientierung, Disziplin, Führungserfahrung etc. gelernt hat.

Es liegt also an Dir, wie Du es darstellst!

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